Rezension

Gerade, nämlich Mitte Februar 2024, erscheint der 11. Band aus der Ostfriesen-Krimi Reihe des Autorinnen-Duos Christiane Franke und Cornelia Kuhnert.
Liebe Leserschaft, ich habe einen Heimvorteil: Ich kenne diese Region Ostfrieslands. Nicht nur aus eigener Anschauung, sondern auch vom Zuhören. Erst daraus entstehen bleibende Eindrücke. 
Deshalb lautet mein Tipp, falls Sie zum ersten Mal den Landkreis Wittmund besuchen: Nicht nur kucken, sondern auch zuhören. Gilt übrigens weltweit.
Egal – was wollte ich sagen?
Die Menschen bzw. die Akteure spielen bei den Geschichten der beiden Autorinnen eine entscheidende Rolle. Im modernen Sprachgebrauch würde ich sagen: Das Casting ist Klasse. Idealbesetzung vom Hauptdarsteller bis zur Nebenrolle. 
Da dies eine Krimi-Rezension werden soll, brauche ich einen Ermittler, einen Chef, einen, der das Sagen hat. Das wird schwierig, denn diejenigen, die diese Krimi-Reihe schreiben, verteilen die Last der Verantwortung auf drei Häupter: Rudi, Henner und Rosa. 
Ist ja nicht verkehrt, jeder bringt sich ein, aber für mich steht Rudi vorn. 
Wunderbar und vorstellbar beschrieben sind aber auch die beiden Wittmunder Polizisten.
Jetzt komme ich zur Handlung. Klingt alles launig bis hierher. Doch es ist ein Krimi und da gehören Mord und Totschlag zur Tagesordnung. Wobei – das mit dem Totschlag stimmt so nicht. Die Tatumstände liegen hier anders – ganz anders - und das wiederum führt zu Schwierigkeiten bei den Ermittlungen.
Als wenn das nicht genügt, grätscht Kriminalhauptkommissar Helmut Schnepel, der mit Rudi ein Gespann bildet, mit haltlosen Verdächtigungen in die Ermittlungsarbeit. Er verdächtigt jeden und jede. Und das mit Nachdruck.
Rosa, die unverzichtbar zum Ermittler-Trio gehört, hat es am schwersten, sich bei Rudi Gehör verschaffen. Da muss der Dorfpolizist noch ein wenig an sich arbeiten.
Gibt es am Ende der Geschichte Gewinner und Verlierer?
Schwierig zu sagen, denn das Autorinnenduo Christiane Franke und Cornelia Kuhnert bezieht den Leser in die Geschichte mit ein. Sie macht ihn nachdenklich. 
So geht auch Krimi.

Christiane Franke
Cornelia Kuhnert
Christiane Franke und Cornelia Kuhnert
Faule Fische fÀngt man nicht: Ein Ostfriesen-Krimi

ISBN: 9783499011665

Verlag: Rowohlt Taschenbuchverlag

Erschienen: 13.02.2024

Seitenzahl: 0


Bewertung

5/5 Region

5/5 Sprache

5/5 OriginalitÀt

5/5 Emotion

5/5 Plot (das HandlungsgerĂŒst)


Gesamtbewertung

Informatives

Autor/en

Christiane Franke, Jahrgang 1963, lebt und schreibt in Wilhelmshaven.Sie ist Dozentin fĂŒr Kreatives und Krimi-Schreiben im Bereich Erwachsenen- und Jugendbildung.Auf www.christianefranke.de, der Website der Autorin, erfahren Sie mehr.
Christiane Franke, geboren 1963, lebt und schreibt in Wilhelmshaven. Die verheiratete Mutter zweier Söhne ist Mitarbeiterin im Arbeitskreis Ostfriesischer Autorinnen und Autoren sowie Mitglied von "sisters in crime". Mit ihrem feinsinnigen, manchmal auch bissigen Humor fĂŒhrt sie die Leser durch die Handlung ihrer BĂŒcher, die fast immer Bezug zur norddetuschen Heimat haben. Cornelia Kuhnert, Jahrgang 1956, hat in Hannover studiert und viele Jahre in Burgdorf als Lehrerin gearbeitet. Mittlerweile wohnt sie in Isernhagen. Seit 2005 veröffentlicht sie Kriminalgeschichten.

Kommissar/e

Rudi ist Dorfpolizist, Henner trĂ€gt die Post aus und Rosa hat ihre Augen und Ohren ĂŒberall. Tolles Trio, obwohl sich Rosa manchmal nur mĂŒhsam bei Rudi Gehör verschaffen kann. Henner ist so der radelnde Beobachter.

Tatort/e



Christiane Franke - Interview mit der Autorin