Rezension
Gekauft habe ich das Buch in Interlaken, im Berner Oberland. Den aus deutscher Sicht nicht nachvollziehbar hohen Preis ignorierte ich (wieder einmal), denn die vorangegangene Beratung war es mir wert.
Ich schĂ€tze generell Schweizer Krimis. Die ich bislang gelesen habe, zeichneten sich durch eine klare, sofort verstĂ€ndliche Sprache aus, in Verbindung mit dem typisch schweizerischen Vokabular. Es gibt Worte, die fĂŒr deutsche Ohren merkwĂŒrdig klingen, die aber hĂ€ufig genug eine Sache oder einen Vorgang eindeutiger beschreiben. Abgesehen davon scheint die Schweiz bislang von Anglizismen verschont geblieben zu sein.
Die Vita des Autors Peter Beutler verdient großen Respekt. Im Klappentext steht: „Peter Beutler, geboren 1942, ist in Zwieselberg aufgewachsen, einem kleinen Dorf in den Berner Alpen. Als promovierter Chemiker war er Lehrer am Gymnasium Musegg in Luzern. Seit 2007 lebt er mit seiner Frau am Thunersee.“ Der Mann hat aber noch mehr in seinem Leben geleistet. Das können Sie seiner Website www.peter-beutler.ch entnehmen.
Der Autor begibt sich mit diesem Roman, den ich wegen seines Detailreichtums hinsichtlich Region und Sprache gern als Regionalkrimi bezeichne, in die Gefahr, sich bei seinen Landsleuten unbeliebt zu machen. Das Ende Februar 2014 im Emons-Verlag erschienene Buch beruht auf einer wahren Begebenheit. Es geht um das „Weiterleiten“ einer CD mit Bankdaten an deutsche Steuerfahnder.
Ein solcher Vorgang war und ist nicht einmalig. Die Medien berichten ausgiebig, die deutschen FinanzĂ€mter freuen sich, die Schweizer Banken werden nachdenklich und die Politiker beider LĂ€nder bemĂŒhen sich angestrengt um Lösungen.
Peter Beutler erkĂŒhnt sich, das Verhalten von Justiz und Banken in seinem Land ganz genau unter die Lupe zu nehmen und bedient sich dazu zweier Ermittler.
Es sind der Kripo-Leutnant Beat Lauber und Detektiv-Wachtmeister Ferdi Minder.
Ein gut eingespieltes Team, das manchmal etwas ungewöhnliche Wege im Laufe ihrer Ermittlungen beschreitet. Lauber ĂŒbernimmt dabei die Rolle des Taktikers und Strategen. Minder kann bei Unternehmungen, die Vorgesetze nur beunruhigen wĂŒrden, mit seinen einschlĂ€gigen Kenntnissen der „Datenbeschaffung“ glĂ€nzen.
UnterstĂŒtzung erhalten die beiden ungleichen Ermittler von der StaatsanwĂ€ltin Hermine von FlĂŒe. Dabei weiß Sie genau, was sie erwartet, wenn die Vermutungen von Beutler und Minder sich nicht bewahrheiten sollten. 
Tatort ist „Luzern, Hauptort des gleichnamigen Kantons sowie des Wahlkreises Luzern-Stadt. Die Stadt Luzern ist das gesellschaftliche und kulturelle Zentrum der Zentralschweiz.“  Mit dieser WIKIPEDIA entliehenen Beschreibung wird noch einmal die besondere Bedeutung des „Datenklau“ und seiner möglichen Folgen untermauert. 
Den Plot zu dieser Geschichte aus der jĂŒngsten Vergangenheit schrieb das Leben. Ich werde die Reaktionen auf dieses Buch in den Medien verfolgen. 
Peter Beutler
Morgarten


Bewertung

5/5 Region

5/5 Sprache

5/5 OriginalitÀt

5/5 Emotion

5/5 Plot (das HandlungsgerĂŒst)


Gesamtbewertung

Informatives

Autor/en

Die Vita des Autors Peter Beutler verdient großen Respekt.Peter Beutler, geboren 1942, ist in Zwieselberg aufgewachsen, einem kleinen Dorf in den Berner Alpen. Als promovierter Chemiker war er Lehrer am Gymnasium Musegg in Luzern. Seit 2007 lebt er mit seiner Frau am Thunersee. Der Mann hat aber noch mehr in seinem Leben geleistet. Das können Sie seiner Website www.peter-beutler.ch entnehmen.

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